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"Mitarbeiter gesucht"

zum Editorial der "Jagd in Bayern (JiB)" 12/2021

Auf das Editorial von Jagdpräsident Ernst Weidenbusch in der Dezember-Ausgabe der Jagd in Bayern erreichten den BDF teils heftige Reaktionen von Pensionisten und Aktiven. Als nur ein Beispiel sei der Leserbrief von FAR a.D. Günter Penzl, der einen sehr engen Kontakt zum Bayerischen Jagdverband gepflegt hatte, genannt.

Der Abdruck dieses Leserbriefes lehnte die "Jagd in Bayern" mit der Hinweis ab, dass "die Leserbriefseite in der Jagd in Bayern eingestellt worden wäre". Interessierte können den ursprünglichen Leserbrief von Herrn Penzl unter www.bdf-bayern.de/09-aktuelles/0980-jib-202112-leserbrief.pdf downloaden.

Daraufhin richtete Herr Penzl einen Leserbrief an BDF-aktuell. Den veröffentlicht der BDF selbstverständlich. Hier können Sie auch diesen Brief nachlesen: 0980-jib-202112-leserbrief-2.pdf

Als BDF stellen wir uns jedoch die Frage, ob der Unmut überhaupt begründet ist: Denn die Forstleute im öffentlichen Dienst in Bayern können in dem Editorial ja sicher nicht gemeint sein. Als Volksvertreter muss dem Vorwort-Verfasser ja bekannt sein, dass

> mit der Forstreform vom Jahr 1995 der Freistaat festgelegt hat, dass die persönliche Jagdausübung zwar Dienstaufgabe ist, aber in der Freizeit zu erledigen ist.

> mit der Forstreform 2005 den Förstern der Bayerischen Forstverwaltung die Jagd als Dienstaufgabe gänzlich genommen wurde.

> das sich das Forstpersonal des Unternehmens „Bayerische Staatsforsten“ seit Neugründung als Anstalt des öffentlichen Rechts im Jahr 2005 selbst finanzieren muss. Seitdem hat das Unternehmen dem bayerischen Steuerzahler 650 Millionen Euro gebracht – alles korrekt und transparent versteuert.

> auch die wenigen staatlichen Berufsjäger der BaySF ohne Steuergelder finanziert werden, auch diese kann der Jagdpräsident wohl nicht meinen.

> Last but not least: Der Jägervorsitzende die Försterinnen vollkommen ausschliesst, da bei ihm schließlich nur von Mitarbeitern die Rede ist.

Wo sitzen also die „unwaidmännischen“ Mitarbeiter, die Jagdpräsident Weidenbusch sieht?

Der BDF trat bisher stets für ein Miteinander in der Sache des Waldes ein und tut dies auch weiterhin. Wir wollen einen fairen Umgang in dieser Frage und keine Feindbilder. Denn eines ist klar: Gerade in Zeiten des Klimawandels brauchen wir engagierte Jäger mehr denn je, um den notwendigen und vom Bayerischen Landtag beschlossenen Waldumbau voranzubringen.

Ein klärendes und konstruktives Gespräch wäre daher sinnvoll und zielführender. An den Forstleuten und ihrer Vertretung soll es nicht scheitern.

Ihr BDF-Landesvorstand