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BDF wehrt sich gegen sehr einseitige polemische Reportage

 

Der Journalist Rudolf Neumaier hat in der Südddeutschen Zeitung eine aus Sicht des BDF extrem polemischen und einseitige Reportage zur Jagd mit dem Titel "Frei zum Abschuss" verfasst.

Der BDF hält die journalistische Freiheit für ein extrem hohes Gut.

Aus Sicht des BDF entspricht dieser SZ-Artikel allerdings weder hinsichtlich der Hintergrundrecherche noch hinsichtlich der Fairness bzw. hinsichtlich einer ausgewogenen Berichterstattung. Der eigene Anspruch der Süddeutschen Zeitung: "Seien Sie anspruchsvoll" wird damit weit verfehlt..

Süddeutsche Zeitung

Der Bund Deutscher Forstleute hat sich daher - ebenso wie viele andere bayerischen forstlichen Verbände und Institutionen auch - mit allem Respekt aber auch mit allen gebotenen Mitteln gegen die einseitige Berichterstattung und Angriffe auf Förster, bayerische Hochschulen und Einzelpersonen in der Süddeutschen Zeitung gewehrt.
Nachfolgend ein kurzer Auszug aus dem Brief an die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung:

 

 

„Der Autor Dr. Rudolf Neumaier negiert in diesem Artikel vollständig die geltenden Jagd- und Wald-Gesetze (u.a. Art. 1 BayJG: „…insbesondere soll die Bejagung die natürliche Verjüngung der standortgemäßen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen ermöglichen.“). Schlimmer noch, er verschweigt bzw. verharmlost die derzeit katastrophalen Schädigungen des Waldes durch den Klimawandel.“ Nach der Kritik mit zahlreichen Beispielen wird u.a. zusammengefasst: „Insgesamt entsteht der Eindruck, dass in dem Artikel Einzelmeinungen unreflektiert zusammengestellt werden, die im starken Widerspruch zu bestehenden Gesetzen und dem forstwissenschaftlichen Kenntnisstand stehen. In der Summe entsteht dadurch ein tendenziöses, fachlich in vielen Punkten falsches Bild.“

 

Der Vorschlag des BDF:
„Aus Sicht des Bund Deutscher Forstleute sollten die Leser der SZ die Möglichkeit haben, sich eine differenzierte und fundierte eigene Meinung bilden zu können. Wir hielten es daher für wichtig, wenn die Süddeutsche Zeitung an ebenso prominenter Stelle und ebenso ausführlich in den kommenden Ausgaben über den Waldumbau als notwendige Reaktion auf den Klimawandel, die Arbeit der Waldbesitzer, der aktiven Jäger, der Hochschulen, der Naturschutzverbände und der Förster berichten würde. Ganz explizit wünschen wir uns dabei keine einseitige Wiedergabe unserer Meinung, sondern – wie von der SZ eigentlich gewohnt - eine ausgewogene differenzierte Berichterstattung, bei denen auch andere Positionen zu Wort kommen müssen.“

 

 

 

Über die Reaktion der SZ werden wir berichten.

Leserbriefe finden Sie hier:
https://www.sueddeutsche.de/kolumne/rehjagd-zwischen-waldschutz-und-tierwohl-1.4713317