Aiwanger: Starke BaySF brauchen starkes Personal

BDF-Landesvorstand bei Wirtschafts- und Jagdminister Aiwanger

Bei einem erneuten Treffen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden der Bayerische Staatsforsten AöR (BaySF), Herrn Staatsminister Hubert Aiwanger, stellte der BDF konkrete Ideen vor, wie die von Staatsminister Aiwanger auf der Bezirksversammlung Niederbayern vor fünf Tagen angesprochenen Ziele umgesetzt werden könnten.

BDF-Vorstand trifft sich mit BaySF Vorstand

📷 Hubert Aiwanger, stellvertretender Ministerpräsident und Aufsichtsratsvorsitzender der BaySF (Mitte) nach dem Gespräch mit dem BDF (v.r.) Thomas Fikar, Wolfgang Striegel, Stefan Kramer, Bernd Lauterbach, Klaus Schreiber © StMWI

BDF: Wiederverbeamtung notwendig

Aus Sicht des BDF würde durch eine Wiederverbeamtung die im Koalitionsvertrag vereinbarte verbesserte Durchlässigkeit zwischen den BaySF und der Forstverwaltung (FoV) am besten erreicht werden. Zudem könnten damit die z. T. sehr deutlichen Einkommensunterschiede zwischen forstlichen Tarifbeschäftigten und Beamten vermieden und die Arbeitgeberattraktivität der BaySF deutlich erhöht werden. Diese Forderung stieß bei Staatsminister Aiwanger auf Verständnis, die Umsetzung in der Praxis sei jedoch schwierig. 

BDF-Vorstand trifft sich mit BaySF Vorstand

📷 Landesvorsitzender Bernd Lauterbach und Aufsichtsratsvorsitzender StMWI Hubert Aiwanger  © StMWI

Die Finanzierung neuer Beamten sollte aus Sicht des BDF kein Problem sein, da selbst Finanzminister Albert Füracker festgestellt hatte, dass Beamte insbesondere in der QE 3 dem Staat billiger kämen als Arbeitnehmer. Für die „Altfälle“ und die deutschlandweit einmalige Verpflichtung, dass ein Staatsbetrieb für die Alterssicherung seiner Beamten aufkommen muss, sollten Lösungen gefunden werden. Auch dem BDF ist aber bewusst, dass generell eine Forderung nach Wiederverbeamtung nur mit sehr intensiver politischer Überzeugungsarbeit umsetzbar ist.

Aiwanger: Tätigkeit forstlicher Tarifbeschäftigter aufwerten

Anhand konkreter Beispiele zeigte der BDF die Einkommensunterschiede zwischen vergleichbaren forstlichen Tarifbeschäftigten und Beamten auf. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Aiwanger ist klar: „Wir können nicht verlangen, dass jemand nur aus Liebe zu den BaySF auf einige hundert Euro im Monat verzichtet.“ Er kündigte an, dass z. B. die Eingruppierung für Reviervertretungen in E 11 diskutiert werde.

BDF-Vorstand trifft sich mit BaySF Vorstand

📷 wie oben, nur mit Landesredakteur Robert Nörr    © StMWI

Aiwanger: Reviere zukunftsstark aufstellen

Hubert Aiwanger hatte schon bei verschiedensten Veranstaltungen angekündigt, dass in den BaySF über eine Erhöhung der Anzahl der der Reviere diskutiert werden müsse. Dass er hierfür volle Unterstützung des BDF erfährt, ist unschwer nachzuvollziehen. Zu differenzieren sei aus Sicht von Aiwanger, ob es mehr Reviere gebe oder in den bestehenden Revieren mehr Personal eingesetzt werde. Aus Sicht des BDF sind Revierunterstützungen zwar schon sinnvoll, aber lange nicht so effektiv und notwendig wie eine Erhöhung der Revierzahl.

Für ein eigenständiges Wirtschaftsunternehmen spiele hierbei die Gegenfinanzierung laut Aiwanger eine wichtige Rolle. Der BDF verweist hier zum einen auf die mittelfristig zu erwartenden Einnahmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, Ökokonto und weiteren IWG-Themen. Zum anderen auf den ökonomischen Mehrwert, in Form von Kostenersparnis und Wertschöpfung aus der Fläche, sowie die zu erwartende Qualitätssteigerung und Stärkung der örtlichen Öffentlichkeitsarbeit die durch mehr Personal auf der Fläche erst möglich werden.

Aiwanger: BaySF braucht kleinere Reviere und mehr Förster

BDF-Vorstand trifft sich mit BaySF Vorstand

📷 Staatsminister Aiwanger bei der Bezirksversammlung Niederbayern  © StMWi/E.Neureuther 

Des Weiteren wurden Themen wie Jagd und Öffentlichkeitsarbeit bei dem Termin besprochen. Beide Seiten vereinbarten, weiterhin in einem engen und vertrauensvollen Austausch zu bleiben.

Robert Nörr

zur Info: AUFSICHTSRAT der Bayerischen Staatsforsten

Der Aufsichtsrat mit insgesamt neun Vertretern des Freistaats Bayern, der Wirtschaft und der Beschäftigten überwacht unter dem Vorsitz des bayerischen Staatsministers für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie die Geschäftsführung des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt die grundlegende Ausrichtung des Unternehmens fest. In der Regel finden vier Aufsichtsratssitzungen jährlich statt.

StM Hubert Aiwanger (Aufsichtsratsvorsitzender)
Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

MR Franz Paulus
Vertreter des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus

StS Martin Schöffel
Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat

MR Dr. Alois Bogenrieder
Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

MR Nadja Wollschitt
Vertreterin des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Robert Hechtl
Beschäftigter der Bayerischen Staatsforsten

Wolfgang Striegel
Beschäftigter der Bayerischen Staatsforsten

Frank Dietz
Vertreter der Wirtschaft

Carl Christian Fürst von Wrede
Vertreter der Wirtschaft