BDF-Landesvorstand trifft Vorstand des Bund Naturschutz Bayern (BN)

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đ·Â Mit der Forderung âMehr Förster auf der FlĂ€cheâ hat der BN schon viele Jahre die Ziele des BDF unterstĂŒtzt. Nach dem GesprĂ€ch (v.l.): Wald- und Jagdreferent Dr. Ralf StrauĂberger, die stellvertretende Landesbeauftragte Annemarie RĂ€der, der neue Landesvorsitzende des BN Martin Geilhufe sowie BDF-Vorsitzender Bernd Lauterbach, BDF-Vorstandsmitglied Stefan Kramer und stellv. BDF-Landesvorsitzender Klaus Schreiber. © BN
BDF im GesprÀch mit dem neuen BN-Vorsitzenden Geilhufe
Am 26.02.26 trafen sich der Landesvorsitzende des BDF Bayern, Bernd Lauterbach, sein Stellvertreter Klaus Schreiber und Vorstandsmitglied Stefan Kramer mit dem neuen Landesvorsitzenden des Bund Naturschutz (BN) in Bayern, Martin Geilhufe in der LandesfachgeschĂ€ftsstelle des BN in NĂŒrnberg. Ehrenvorsitzender Prof. Dr. Hubert Weiger, Wald- und Jagdreferent Dr. Ralf StrauĂberger sowie die stellvertretende Landesbeauftragte Annemarie RĂ€der vervollstĂ€ndigten die GesprĂ€chsrunde.
Bernd Lauterbach wies bei seiner BegrĂŒĂung darauf hin, dass der BN bereits vor 50 Jahren sein erstes Waldprogramm vorgestellt hat und dankte fĂŒr die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit. Besonders hob er den Einsatz des BN zum Erhalt von Forstleuten auf der FlĂ€che hervor, das letzte Mal bei der Festschreibung der Personalsollzahl in den BaySF im Projekt Forstbetrieb 2030.
BN: Mehr Förster auf die FlÀche
Der Wald spielt nach Aussagen von Martin Geilhufe eine wichtige Rolle beim BN. Dies zeige allein schon die Tatsache, dass der BN als einzige Naturschutzorganisation einen eigenen Wald- und Jagdreferenten beschÀftige und die Stellen im Wald weiter ausgebaut habe.
Er betonte, dass BN und BDF viele gemeinsame Ziele hĂ€tten und er auch in Zukunft intensiv im Austausch bleiben wolle. Der BN setzt sich stark fĂŒr einen Wald mit einer ausreichenden Anzahl an Förstern ein. Eine differenzierte Waldwirtschaft sei mit Staatswaldrevieren ĂŒber 2.000 ha nicht möglich, ergĂ€nzte Ehrenvorsitzender Weiger.
Waldentfremdung entgegenwirken
Ein weiteres Problem sei, so war man sich einig, dass sich die junge Generation teilweise völlig vom Wald entfremdet hat. Es ist laut Geilhufe eine Riesenaufgabe, auch den eigenen BN-Mitgliedern die Notwendigkeit einer Waldbewirtschaftung wieder nahezubringen. Man mĂŒsse die breite Bevölkerung mit Multiplikatoren ĂŒber die Notwendigkeit der Förster und der Forstwirte sensibilisieren, so Weiger.
Ralf StrauĂberger berichtete, dass man hierzu vor kurzem einen gut besuchten âWaldlĂ€ufer Workshopâ im Stadtwald von Lohr a. Main abgehalten habe, in dem gezeigt wurde, dass eine naturnahe und pflegliche Waldbewirtschaftung sinnvoll und möglich sei.
Bernd Lauterbach bot daraufhin sofort an, dass der BDF hier als Kooperationspartner gerne bereit wÀre, sich mit einzubringen. Konkret schlug er als Pilot ein Seminar in Coburg vor, bei dem er naturnahe Waldwirtschaft, die selbstverstÀndlich auch Naturschutzbelange beinhaltet, zeigen könne.
Waldentfremdung entgegenwirken
Ein weiteres Problem sei, so war man sich einig, dass sich die junge Generation teilweise völlig vom Wald entfremdet hat. Es ist laut Geilhufe eine Riesenaufgabe, auch den eigenen BN-Mitgliedern die Notwendigkeit einer Waldbewirtschaftung wieder nahezubringen. Man mĂŒsse die breite Bevölkerung mit Multiplikatoren ĂŒber die Notwendigkeit der Förster und der Forstwirte sensibilisieren, so Weiger.
Ralf StrauĂberger berichtete, dass man hierzu vor kurzem einen gut besuchten âWaldlĂ€ufer Workshopâ im Stadtwald von Lohr a. Main abgehalten habe, in dem gezeigt wurde, dass eine naturnahe und pflegliche Waldbewirtschaftung sinnvoll und möglich sei.
Bernd Lauterbach bot daraufhin sofort an, dass der BDF hier als Kooperationspartner gerne bereit wÀre, sich mit einzubringen. Konkret schlug er als Pilot ein Seminar in Coburg vor, bei dem er naturnahe Waldwirtschaft, die selbstverstÀndlich auch Naturschutzbelange beinhaltet, zeigen könne.
Jagdgesetznovelle verbessern
Ein weiteres wichtiges Thema war die Jagd. KĂŒnftig werde die Forstverwaltung noch mehr gebraucht, so StrauĂberger. Sie solle bei diesem Thema mehr Profil zeigen und vor allem bei den Vegetationsgutachten stringenter agieren. Auch bei den BaySF gebe es seiner Meinung nach Defizite bei der Verbissbelastung.
Einigkeit herrschte darĂŒber, dass bei der Jagdgesetznovelle massiver Verbesserungsbedarf besteht. Die Möglichkeit fĂŒr Jagdreviere mit zu hoher Verbissbelastung (Rote Reviere), aus dem Abschussplan fĂŒr Rehwild auszusteigen, wird von beiden Seiten kritisiert.
Schwierige Personalsituation in BaySF und Forstverwaltung
Die Bayerische Forstverwaltung (FoV) hat aus diesem Jahrgang 33 ForstanwĂ€rterinnen und ForstanwĂ€rter ĂŒbernommen. Die Bayerischen Staatsforsten haben 22 ForstanwĂ€rter eingestellt, davon hatten bereits 14 junge Kolleginnen und Kollegen ihre ForstanwĂ€rterzeit bereits als Trainees der BaySF absolviert.
Im Vorjahr hatten die beiden gröĂten bayerischen Arbeitgeber fĂŒr Forstleute noch gemeinsam 68 ForstanwĂ€rterinnen eingestellt, damals noch 40 in der Forstverwaltung und 28 in den BaySF.
Andererseits positiv: FĂŒr die vielen anderen Arbeitgeber, wie Kommunen, Forstliche ZusammenschlĂŒsse, GroĂprivatwald, Deutsche Bahn usw. stehen durch die erweiterte Ausbildungszahl in diesem Jahr viele hervorragend quailfizierte Försterinnen und Förster zur VerfĂŒgung. Im Klimawandel brauchen wir an vielen Stellen dringend leistungsfĂ€hige Försterinnen und Förster.
Enge Zusammenarbeit vereinbart
Nach gut zwei Stunden endete das angenehme und interessante GesprĂ€ch. Man einigte sich darauf, auch in Zukunft eng zusammenzuarbeiten und regelmĂ€Ăig im Austausch zu bleiben.










